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Urlaub: So klappt es mit dem Abschalten

Ein Experte erklärt, wie sich im Urlaub richtig abschalten lässt.

Mit der richtigen Vorbereitung und inneren Einstellung lässt sich der Sommerurlaub richtig genießen.
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Wolkenloser Himmel, strahlender Sonnenschein und perfekte Badetemperaturen – wer jetzt im Büro sitzt und davon tagträumt, der ist dem Volksmund zufolge urlaubsreif. Doch was bedeutet das eigentlich und wieso brauchen wir überhaupt Urlaub? Prof. Dr. Nikolai Egold, Professor für Angewandte Psychologie an der Hochschule Fresenius in Frankfurt, erklärt, warum ein gut geplanter und bewusst erlebter Urlaub so wichtig ist.

In der Regel arbeiten die Deutschen fünf Tage die Woche und haben dann zwei Tage frei. Dennoch haben viele das Gefühl, sie brauchen Urlaub. Wieso? Entscheidend sei nicht die offizielle oder gesetzlich geregelte Arbeitszeit, so Prof. Egold. Tatsächlich arbeiteten viele mehr als gesetzlich vorgeschrieben. „Hinzu kommt die zunehmende Digitalisierung, welche die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend verwischt, das heißt E-Mails und Anrufe werden auch am Wochenende oder nach Feierabend bearbeitet. Berufstätige sind daher oft rund um die Uhr erreichbar.“ Zudem erlebten viele eine Doppelbelastung, da sie sich neben dem Beruf noch der Kinderbetreuung widmen. „Im Urlaub haben wir die Gelegenheit, von einer echten Erholung zu profitieren“, so Egold weiter. Das sei aber nur möglich, wenn man dabei auch abschaltet, den Urlaub bewusst genießt und berufliche Tätigkeiten auf ein absolutes Minimum reduziert.

Aber wie lässt sich wirklich abschalten? Zwei Aspekte seien dafür entscheidend. Zum einen die richtige Vorbereitung: „Eine gute Planung reduziert mögliche Belastungen, die entstehen, wenn man noch eben schnell ein Bahnticket kaufen muss, ein Hotelzimmer oder eine Ferienwohnung buchen oder die Versorgung der Haustiere regeln muss.“ Zum anderen spiele die bewusste Vorfreude eine Rolle: „Es hat Sinn, sich damit zu beschäftigen, worauf man sich im Urlaub freut. Wichtig dabei ist, keine unrealistischen Erwartungen aufzubauen, um nicht enttäuscht zu werden. Sich etwa romantische Stunden zu zweit in der Abendsonne vorzustellen, wenn die Kinder mit in den Urlaub fahren, könnte so eine unrealistische Vorstellung sein“, sagt der Experte.

Wie viel Urlaub nötig ist, lässt sich pauschal schwer sagen. Einige Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Dauer des Urlaubs für die positiven Effekte keine Rolle spielt. Daraus könne man schließen, dass ein Sommerurlaub, der etwas länger dauert, und mehrere kleinere Auszeiten die optimale Mischung zur Erholung seien.

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Gute Laune macht schön

Glücklich lachendes Paar liegt in einem sommerlichen Lavendelfeld

Lachen, freuen, fröhlich sein. Das ist nicht nur ansteckend, es lässt einen auch besser aussehen. Das behaupten jedenfalls Attraktivitätsforscher wie Ulrich Renz. Warum das so ist und wie jeder selbst seine innere Leuchtkraft entfesseln kann, erfahren Sie hier.

Tür auf – Scheinwerfer an! Es gibt Menschen, die füllen den Raum, noch ehe sie durch besagte Tür getreten sind. Sie ziehen alle Blicke auf sich, haben das gewisse Etwas. Denn ihr Lächeln und ihre gute Laune verströmen ein inneres Leuchten. Charisma nannten die alten Griechen die Magie der Ausstrahlung und Anziehungskraft. Wer genauer hinschaut, bemerkt, dass charismatische Menschen besonders durch drei Dinge glänzen: Gelassenheit, Zuversicht und Lebensfreude.

Warum gut gelaunte Menschen schöner auf andere wirken, erklärt uns Attraktivitätsforscher Ulrich Renz aus Lübeck: Als besonders unwiderstehlich empfinden wir es, wenn wir von Menschen des anderen Geschlechts angelächelt und gleichzeitig angeblickt werden. „Wir fühlen uns dann ‚gemeint‘, und das öffnet unsere Herzen“, so der Experte.

Gute Gedanken lassen jünger wirken

„Selbst wenn wir nicht lächeln, aber positiv gestimmt sind, ist die entsprechende mimische Muskulatur in unserem Gesicht aktiv, die mit negativen Emotionen verknüpfte (Stirn-) Muskulatur dagegen entspannter“, weiß Renz. Der Effekt: Eine „heitere Stirn“ mit weniger Faltenbildung sieht jünger aus.

Glücklich gleich schön

Wir empfinden schöne Menschen unbewusst und automatisch als glücklicher. „Das hat mit dem uralten Reflex zu tun, dass wir Gutes und Schönes in einen Topf werfen. Für dieses psychologische Phänomen gibt es sogar einen Begriff. Man spricht dabei vom sogenannten ‚Halo-Effekt‘ der Schönheit. Und der funktioniert auch in die andere Richtung: Glückliche Menschen werden als schöner empfunden“, so Renz.

Gute Laune schützt die Haut

„Es gibt möglicherweise auch einen Effekt über die Hormone, die die Haut positiv beeinflussen, also die vermehrt ausgeschütteten Glückshormone, sogenannte Endorphine, und das vermindert das Stresshormon Kortisol“, vermutet Renz. Forscher der Universität Kalifornien fanden zudem heraus, dass Ärger und Aufregung das Schutzschild der Haut schwächen. Die unangenehme Folge: Pickel! Stress setzt im Körper eine Kaskade jener Hormone frei, die als Feinde des glatten Teints gelten. Ein gutes Stimmungs-Management hingegen macht stressresistenter, und das sieht man der Haut an.

Fünf Tipps, die Sie gut gelaunt und strahlend durch den Tag bringen:

1. Gutes protokollieren
Das Gefühl der Dankbarkeit und Zufriedenheit ist ein echtes Powergefühl und leicht zu erzeugen. Legen Sie ein Dankbarkeits-Tagebuch an oder notieren Sie sich, was Ihnen alles gelungen ist. Auch Lob-E-Mails von Kunden oder von zufriedenen Chefs gehören hinein. Bei Bedarf holen Sie das Büchlein hervor und blättern darin. Der Protokoll-Trick funktioniert nachweislich und lang anhaltend. Eine US-Studie zeigte, dass nach zehnwöchigem Protokollieren „die Dankbaren“ insgesamt zufriedener mit ihrem Leben waren und optimistischer in die Zukunft schauten als zuvor.

2. Lachmuskeln spielen lassen
Fakt ist: Unserem Gehirn ist es egal, ob wir aus Freude oder grundlos lächeln. Die daran beteiligten Muskeln signalisieren dem Gehirn so oder so, dass gegrinst wird, woraufhin der Körper Glückshormone freisetzt. Ein DVD-Abend bei einer Komödie bietet schon mal einen guten Anfang, um sich mental gut einzustimmen. Alternativ lohnt sich auch ein Besuch bei einem Lachyoga-Kurs. Dort trainiert man das Lachen, und das macht vor allem in der Gruppe Spaß. Der Effekt: Wer regelmäßig lacht, baut Angst und Spannungen ab, senkt seinen Stresslevel, wird kreativer, produktiver und glücklicher. Infos zu Lachclubs finden Sie in der Linkliste zu dieser Ausgabe.

3. Duft-Doping
Auch über das Riechzentrum im Gehirn lassen sich Gefühle und Stimmungen positiv beeinflussen. Ein paar Atemzüge eines angenehmen Dufts reichen dazu schon aus. Je nach Art des ätherischen Öles (aus der Apotheke) wirkt es entspannend oder anregend. Tipp: Vanille vermittelt Kindheitserinnerungen und Geborgenheit, Zitronen-, Limonen- und Orangenöl bringen den Kreislauf in Schwung. Viele Menschen assoziieren diese frischen Düfte mit Sommer und mediterranen Gefilden – und auch das sorgt für gute Laune. Einfach ein paar Tropfen in eine Duftlampe mit etwas Wasser geben.

4. Bewegung
Studien zeigen, dass regelmäßiger Ausdauersport von einer halben Stunde dreimal die Woche die Stimmung hebt. Grund: Wer seinen Körper bewegt, setzt Endorphine frei und baut Stresshormone ab. Sie können auch einfach nur zu Ihrer Lieblingsmusik tanzen oder sich aufs Rad schwingen. Auch die Haut wird dadurch gut durchblutet, und rosige Wangen wirken nochmal extra schön.

5. Grüße von Johannis
Wer häufig unter gedrückter Stimmung leidet, kann mit Johanniskrautextrakt aus der Apotheke gegensteuern. Der Pflanzenauszug hellt gut und überzeugend die Stimmung auf. Das haben Studien bewiesen. Allerdings dauert es etwa zwei Wochen, bis die vollständige Wirkung einsetzt.

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Apotheker prüfen mehr als 6 Millionen industriell hergestellte Arzneimittel pro Jahr

Apotheker prüfen mehr als 6 Millionen industriell hergestellte Arzneimittel pro Jahr
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An jedem Werktag wird in jeder öffentlichen Apotheke mindestens ein industriell hergestelltes Arzneimittel kontrolliert. Pro Jahr überprüfen die rund 20.000 Präsenz-Apotheken damit mehr als sechs Millionen Stichproben auf mögliche Qualitätsmängel. „Jede zufällig ausgewählte Probe wird mit der Genauigkeit des Apothekers mit allen Sinnen überprüft, und dies wird auch dokumentiert. Auch die Verpackung und der Beipackzettel werden kontrolliert“, sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK). „Das ist ein wichtiges Stück Qualitätssicherung in der Arzneimittelversorgung. Damit tragen wir dazu bei, dass jeder Patient seinen Medikamenten vertrauen kann.“ Hat der Apotheker einen begründeten Verdacht auf einen Qualitätsmangel, informiert er die zuständige Behörde und die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK).

Die Prüfung von Fertigarzneimitteln ist verpflichtend in der Apothekenbetriebsordnung vorgeschrieben und eine der vielen Gemeinwohlpflichten der wohnortnahen Apotheken. Kiefer: „Zugegeben: Das Wort ‚Gemeinwohlpflicht‘ ist etwas sperrig. Man versteht darunter Pflichten, die für die Gesellschaft allgemein erbracht werden müssen. Bekannte Beispiele für Gemeinwohlpflichten der Apotheken sind der Notdienst oder die Herstellung von Rezepturarzneimitteln. Jede einzelne Apotheke vor Ort erfüllt diese Gemeinwohlpflichten. Man kann es deshalb auf einen kurzen Nenner bringen: Je mehr wohnortnahe Apotheken es gibt, desto besser für jeden einzelnen Bürger.“

Noch bis zum 1. März läuft eine bundesweite Unterschriftenaktion in Apotheken. Apotheker rufen ihre Patienten auf, für den Erhalt der flächendeckenden Versorgung durch Präsenzapotheken zu unterschreiben. Diese ist durch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom Oktober 2016 gefährdet, durch die ausländische Arzneimittel-Versandhändler im Wettbewerb bevorzugt werden sollen.

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Kein Tabu: Auch Frauen schnarchen

Jüngeres Paar in rot-orange-bunter Bettwäsche. Frau schnarcht, Mann sitzt im Bett mit dem Kopfkissen über den Ohren

Dass sie schnarcht und er kein Auge zubekommt, ist ein vermeintlich ungewohntes Bild, aber nicht so selten wie man denkt.
© Irina Karlova – Fotolia

Schnarchen? Das machen doch nur Männer! Irrtum: Ein Viertel aller Frauen zwischen 30 und 39 Jahren schnarcht. Im Alter von über 60 Jahren sogar fast jede zweite Frau.

„Meine Süße, Du schnarchst!“ Auch wenn man es so charmant gesagt bekommt: Was bei den Männern als lästiges Übel hingenommen wird, empfinden die betroffenen Frauen meist als peinlich und unweiblich.

Gestörter Schlaf

Neben dem Problem, dass das weibliche Schnarchen als wenig anmutig empfunden wird und den Schlaf des Partners stören kann, schläft auch die Schnarchende selbst tendenziell schlechter. Ihr Schlaf verläuft nicht so erholsam. Das hat auf Dauer Folgen: Neben dunklen Schatten unter den Augen und einem fahlen Teint leidet auch die Gesundheit.

Weit verbreitet: das sogenannte Nasenflügel-Ansaugphänomen. Während normalerweise die Nasenflügel beim Einatmen stabil bleiben, saugen sie sich bei den Betroffenen an die Nasenscheidewand an, verschließen so das Nasenloch und verhindern die Luftzufuhr. Um wieder ruhig schlafen zu können und die Atmung durch die Nase zu erleichtern, können ein interner Nasenerweiterer oder spezielle Nasenpflaster aus der Apotheke helfen. Sie stabilisieren die Nasenflügel oder weiten die Nasenlöcher von innen. Dies vermindert Mundatmung und Schnarchen.

Risiko Wechseljahre

Auch mit zunehmendem Alter und Beginn der Wechseljahre fangen Frauen verstärkt an zu schnarchen. Mehr als 40 Prozent der über 60-jährigen Frauen schnarchen regelmäßig! Das liegt zum Teil an der Veränderung des Hormonspiegels. Sinkt der Östrogenspiegel im Laufe eines Lebens, erschlafft das Gewebe – auch in der Nase. Die Weichteile verengen dann die Nasenlöcher, erschweren die Luftzufuhr, und automatisch setzt die Mundatmung ein. Nachts kann es dann zu Schnarchgeräuschen und Schlafstörungen kommen.

Um die unbeliebten nächtlichen Geräusche zu vermeiden und wieder besser schlafen zu können, helfen zudem folgende Tipps:

  • Seitwärts liegen
    Wer auf dem Rücken liegt, schnarcht besonders häufig. Das liegt an der Schwerkraft, die Zunge und Unterkiefer nach unten drückt. Im Rachen wird es dadurch enger.
  • Null Promille
    Alkohol lässt die Muskeln erschlaffen, auch die im Rachenraum. Das Schnarchen lässt nicht lange auf sich warten.
  • Weniger Nikotin
    Zigaretten reizen die Schleimhäute und können darum leichte Schwellungen hervorrufen.
  • Achtung Nebenwirkung
    Viele Medikamente, zum Beispiel Mittel gegen Allergien, Übelkeit oder Husten, setzen die Muskelspannung herab. Auch das Gaumensegel ist davon betroffen. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Apotheker, ob dies für Ihre Arzneimittel zutreffen kann.
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Pinguin-Gang und Co.: Tipps für Glatteis

Tipps für Glatteis

Auf glatten Wegen müssen Fußgänger aufpassen, helfen können spezielle Sohlen oder ein „Pinguingang”. Foto: Uwe Anspach

Berlin. Auf glatten Bürgersteigen rutschen Fußgänger leicht aus und stürzen. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rät, sich so fortzubewegen wie ein Pinguin.

Beim Pinguin-Gang schiebt man das Gewicht über das vordere Bein und tritt mit ganzer Sohle auf. Dabei zeigt der auftretende Fuß leicht nach außen. Diese Haltung sieht vielleicht etwas merkwürdig aus, stabilisiert aber den Körper.

Wenn der Untergrund spiegelglatt ist, raten die Orthopäden zudem, sich bei einer anderen Person unterzuhaken oder an einer Hauswand entlang zu gehen. Menschen, die im Büro elegante Schuhe tragen müssen, sollten diese erst dort anziehen. Draußen geben Schuhe, deren Sohle ein Profil hat, deutlich besseren Halt. Winterschuhe ohne Profil kann man mit Anti-Rutsch-Sohlen aufrüsten. Das Fahrrad sollte bei Glätte unbedingt zu Hause bleiben. Beim Bremsen rutscht es auf glitschigem oder glattem Untergrund schnell weg – dann kann es zu einem Unfall kommen.

Vor allem ältere Menschen fallen der DGOU zufolge bei Glatteis häufig hin. Weil sie zudem manchmal verzögerte Reflexe haben, können sich Senioren nicht mehr so gut abstützen. Im schlimmsten Fall stürzen sie ungebremst auf den Kopf oder die Hüfte. Ein Sturz auf den Kopf kann den Orthopäden zufolge ein schweres Schädel-Hirn-Trauma auslösen. Fällt jemand auf die Hüfte, droht ein komplizierter Oberschenkelhalsbruch. Ältere Menschen, die schon wissen, dass sie Probleme beim Gehen haben, bleiben bei Glatteis daher besser in der Wohnung.

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Nacht- und Notdienst

Jährlich leisten Deutschlands Apotheker mehr als eine halbe Million Nacht- und Notdienste. Sie gewährleisten pharmazeutische Sicherheit und persönliche Versorgung rund um die Uhr.

Durch umfangreiche Angebote können Patienten besonders an Wochenenden und Feiertagen die nächstgelegene geöffnete Apotheke unkompliziert und schnell finden. Ob Patienten mit einem neuen Tablet PC surfen, sich für das aktuellste Android Smartphone entschieden haben oder zu den iPhone-Nutzern gehören – oder ganz auf die bewährte Weise mit dem Festnetztelefon oder einfachen Handy telefonieren oder sich eine SMS schicken lassen wollen: Alle Wege führen zum Notdienst- und Apothekenauskunft der Deutschen Apothekerschaft.

Die aktualisierte “Apothekenfinder“-App der ABDA bietet die ortsbezogene Suche der mehr als 20.000 deutschen Apotheken – tagsüber, abends und an Wochenenden und Feiertagen (Notdienst).

Alle Möglichkeiten der Notdienst- und Apotheken-Suche auf einen Blick:

  • Nutzung der “Apothekenfinder“-App für Apple -, Android – und Windows 8 Smartphones und Tablets sowie Windows 8.1 PCs. (Jetzt kostenlos im App Store, GooglePlay sowie im Windows Store zum Download verfügbar)
  • Mobiles Web unter: apothekenfinder.mobi (bei Internetflat keine Extrakosten)
  • Anruf vom Handy (alle Netze) unter: 22833 (69 c/Min)
  • SMS mit der 5-stelligen PLZ (alle Netze) an: 22833 (69 c/SMS)
  • Anruf vom Festnetz unter: 0800 00 22833 (kostenlos)
  • Nacht- und Notdienst8
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Macht uns Kälte anfälliger für Krankheiten?

Macht uns Kälte anfälliger für Krankheiten?

Was ist dran an dem Mythos: Macht Kälte tatsächlich krank?

Im Freien fallen die Temperaturen – und im Haus wird fleißig gehustet, geschnieft und geniest. Sobald der Winter vor der Tür steht, greifen Erkältungen um sich. Erwachsene sind jährlich im Schnitt bis zu vier Mal verschnupft, vor allem in der kalten Jahreszeit. Doch sorgt dafür tatsächlich die Kälte? Und riskiert man einen Schnupfen, wenn man sich nicht warm genug anzieht oder den Schal vergisst?

Für Mediziner ist der Fall klar: Erkältungen werden durch Viren verursacht. Bislang konnte noch nicht bewiesen werden, dass Kälte allein einen Schnupfen auslösen kann. Jedoch kann Kälte einen Infekt begünstigen – nämlich dann, wenn der Körper ohnehin schon gegen Krankheitserreger ankämpft und Kälte das Immunsystem zusätzlich belastet.

Dass Erkältungen im Winter gehäuft auftreten, ist wahrscheinlich einem anderen Grund geschuldet: In der kalten Jahreszeit herrscht eine erhöhte Ansteckungsgefahr, denn Menschen halten sich bevorzugt in beheizten und schlecht gelüfteten Räumen auf. Das ist eine ungünstige Kombination, in zweierlei Hinsicht: Zum einen trocknet die Wärme die Nasenschleimhäute aus und macht sie somit durchlässiger für Keime. Zum anderen können sich Erreger in geschlossenen Räumen durch Tröpfcheninfektion leicht ausbreiten. „Menschenansammlungen in Kombination mit einer schlechteren Belüftung erhöhen zweifelsfrei die Ansteckungsgefahr“, schreibt dazu die „Pharmazeutische Zeitung„.

Was schützt vor einer Erkältung?

Zum Schutz vor einer Erkältung muss also niemand auf Winterspaziergänge verzichten – im Gegenteil. Mediziner empfehlen gesunden Menschen, auch im Winter rauszugehen, sich viel zu bewegen und dabei auf passende Kleidung zu achten. Auch eine abwechslungsreiche und nährstoffreiche Ernährung kann das Immunsystem unterstützen und auf diese Weise helfen, Erkältungen vorzubeugen.

Und für den Fall, dass es einen doch erwischt hat: Viel trinken hilft, den Schleim in den Atemwegen zu lösen und abzuhusten. Am besten eignen sich Wasser und Tee. Außerdem ist es sinnvoll, seinem Körper Ruhe und Zeit zu gönnen, sodass er die Erreger effektiv bekämpfen kann. Und dazu zählt: Alltagsaufgaben abgeben, Stress reduzieren, Ruhepausen und viel Schlaf.

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Unterschriftenaktion in Apotheken beginnt

Unterschriftenaktion in Apotheken beginnt
© ABDA/Wagenzik

Der offizielle Startschuss für die Unterschriftenaktion, die die Apothekerschaft als Reaktion auf das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zur Arzneimittelpreisbindung initiiert hat, ist gefallen. Seit heute rufen Apotheker bundesweit ihre Patienten auf, für den Erhalt der flächendeckenden Versorgung durch Präsenzapotheken zu unterschreiben. Die Aktion soll bis zum 1. März 2017 laufen.
„Wir wollen ein starkes Signal an die Politik senden und zeigen, dass der Wunsch nach dem Erhalt unserer guten Versorgungsstruktur in der Bevölkerung groß ist. Ich bitte alle Apothekenkunden und Patienten, für die Zukunft der Arzneimittelversorgung in Deutschland zu unterschreiben“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.
Schmidt forderte alle Apothekenteams auf, sich an der Maßnahme zu beteiligen: „Es ist wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen mit den ihren Patienten ins Gespräch kommen. Es ist wichtig, dass sie die Konsequenzen des EuGH-Urteils vom 19. Oktober erklären. Und es ist wichtig zu erläutern, warum wir ein Gesetz brauchen, das den Versandhandel wie in den meisten anderen europäischen Ländern auf nicht verschreibungspflichtige Medikamente begrenzt.“
Schmidt betonte in diesem Zusammenhang, dass die Apothekerschaft hinter der europäischen Idee und dem EU-Binnenmarkt stehe. Kritik übe man aber an der konkreten Fehlentwicklung, dass europäische Institutionen an Punkten in das deutsche Gesundheitswesen eingreifen, deren Ausgestaltung auch nach dem Willen der Europäischen Verträge eigentlich Bundestag und Bundesregierung vorbehalten sei. „Das EuGH-Urteil bringt die Präsenzapotheken in Deutschland in eine wettbewerbsmäßige Schieflage. Der Gesetzgeber in Deutschland hat diese Schieflage nicht verursacht, aber er hat es in der Hand, sie zu beseitigen.“

Weitere Informationen unter wir-sind-ihre-apotheken.de

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Wie Sie Arzneitee selber zubereiten können

Wärme und Heilung aus der Natur erfahren Sie, wenn Sie sich Arzneitee selber zubereiten. Die notwendigen Kräuter müssen Sie dafür nicht zwingend kaufen: Sie können einige Zutaten auch im Garten finden. Achten Sie bei der Zubereitung aber auch auf die richtige Tee-Mischung und die Zubereitungsart.

Ideale Kräutermischung: Arzneitee selber zubereiten

Möchten Sie sich einen Arzneitee selber zubereiten, muss es nicht unbedingt nur eine Kräutersorte sein, für die Sie sich entscheiden. Denn gerade eine Mischung aus mehreren Pflanzen kann eine gesunde und heilende Wirkung optimieren. Hierbei ist der richtige Anteil der wirksamen Öle, Pflanzen-, Schleim- und Gerbstoffe wichtig. „Die einzelnen Substanzen greifen an unterschiedlichen Stellen im Körper an. Dadurch kommen oft mehrere Wirkungen gleichzeitig zum Tragen“, so Professor Wolfgang Blaschek vom Pharmazeutischen Institut der Universität Kiel laut der „Apotheken Umschau“. (Wie Melisse Ihnen bei Stress helfen kann)

Wie Sie Arzneitee selber zubereiten können. Arzneitee-Kräuter lassen sich gut selbst sammeln (Quelle: imago/ARCO IMAGES)

Arzneitee-Kräuter lassen sich gut selbst sammeln (Quelle: ARCO IMAGES/imago)

Bei Erkältung: Arzneitee aus Thymian und Salbei

Um einen wirkungsvollen Arzneitee selber zubereiten zu können, probieren Sie es ruhig mit Küchenkräutern wie Thymian. Gerade bei einer Erkältung hilft das Kraut, die Bakterien in den Schleimhäuten im Zaum zu halten. Für eine gesunde Mischung eignet sich eine Kombination von Thymian und Salbei. Letzterer wirkt entzündungshemmend, vor allem im Mund- und Rachenbereich. Zudem kann Salbei bei gereizter Magen-Darm-Schleimhaut helfen. Wenn in Ihrem Garten Minze wächst, eignet sie sich bei Erkältungen hervorragend für selbst gemachten Pfefferminztee. (Diese Kräuter helfen gegen Kopfschmerzen und Migräne)

Krampflösende Wirkung bei Kamille und Schafgarbe

Möchten Sie Ihre Zutaten gerne im Garten sammeln, kommt auch Kamille infrage. Sie soll bei Gastritis oder Krämpfen helfen. Geben Sie den Tee auf einen Umschlag, der auch Wundheilung unterstützen kann, rät Manfred Fischer, Chemieexperte und Leiter der Kneippwerke Bad Wörishöfen in einer Mitteilung der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Um noch stärkere Krämpfe zu lösen, können Sie auch Schafgarbe verwenden. (Heilkräuter als Hausmittel aus dem eigenen Garten)

Verschiedene Zubereitungsarten

Haben Sie Ihre Kräuter zusammengesammelt, können Sie nun den Arzneitee selber zubereiten. Hierfür kommen drei Zubereitungsarten infrage: Aufguss, Abkochung oder Kaltauszug. Weit verbreitet ist der Aufguss, bei dem Sie zerkleinerte Pflanzenteile in ein Teesieb geben, mit heißem Wasser übergießen, abdecken und etwa fünf bis zehn Minuten ziehen lassen. Tipp: Rühren Sie den Ansatz gelegentlich um, damit noch mehr Inhaltsstoffe in den Tee übergehen.

Neben dem Aufguss eignet sich das Abkochen als Zubereitungsart vor allem bei Hölzern und Wurzeln. Erhitzen Sie die Pflanzenteile in kaltem Wasser bis zum Sieden und kochen Sie alles fünf bis zehn Minuten lang, ehe Sie den Sud mit einem Sieb abseihen.

Ein Kaltauszug ist die dritte Methode, um Arzneitee selber zubereiten zu können. Mit dieser verhindern Sie, dass positiv wirkende Inhaltsstoffe durch aufquellende Schleimstoffe zerstört werden. Übergießen Sie die Pflanzenteile mit kaltem Wasser und lassen Sie alles bei Raumtemperatur mehrere Stunden stehen. Seihen Sie dann alles ab und erhitzen Sie den Tee kurz vor dem Trinken.

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